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Chinesisch – eine der ältesten Sprachen der Welt

Chinesisch ist eine der ältesten Sprachen der Welt; im asiatischen Raum ist sie die älteste Schriftsprache. Chinesisch verwendet ein komplexes Zeichensystem. Die Grundlage dieses Zeichensystems sind kleine Zeichen, die so genannten Radikale.

Chinesisch – Radikale

Die Radikale besitzen für die chinesische Sprache dieselbe Funktion im lexikalischen System wie für westliche Sprachen das Alphabet. Wörter beziehungsweise Zeichen werden nach Radikalen gesucht und sind nicht alphabetisch sortiert. Radikale findet man aufgelistet nach Anzahl der in ihnen enthaltenen Striche meistens ganz vorne oder ganz hinten in einem guten Zeichenwörterbuch. Jedes Radikal hat eine Bedeutung; auf diese Weise erkennt der Chinese, in welches Wortfeld ein Zeichen gehört. Wird also ein Wort wie Meer, Teich oder Ozean gesucht, so findet man sie unter dem Radikal für Wasser. Die Gliederung der Zeichen ist also logisch nachvollziehbar, dies kommt dem Ausländer vor allem bei dem Versuch des Verständnisses unbekannter Zeichen zu Gute und ist eine unverzichtbare Hilfe bei der Übersetzung. Die logische Verknüpfung von Radikal und Wortbedeutung kann aber auch abstrakter sein, zum Beispiel können Länderbezeichnungen, die aus Sicht des Chinesen jenseits des Meeres liegen logisch mit Wasser verknüpft sein. Ein Zeichen besteht aber nicht nur aus einem Radikal. Darum sollten Übersetzerinnen und Übersetzer grundsätzlich Muttersprachler sein, um einen Text adäquat übersetzen zu können.

Chinesisch – Komposita

Das zusammengesetzte Zeichen in seiner Gesamtheit bezeichnet man als Komposita. Das Radikal nimmt eine der festen Positionen ein, die ein mit der Sprache vertrautes Auge sofort findet. Die anderen Teile des Zeichens sind ebenfalls Zeichen, die für sich genommen eine Bedeutung haben. Anders als bei der Mathematik ergibt aber leider die Summe aller Teile nicht immer die Bedeutung. In den Anfängen besitzt eine Sprache lediglich so genannte Konkreta. Dies sind Begriffe, die eine beschreibende Funktion haben und einen Gegenstand, einen sichtbaren Bedeutungsträger, bezeichnen. Da eine Sprache aber einem Gegenstand nur ein Zeichen zuordnen kann und die Anzahl der möglichen Zeichen begrenzt ist, entwickeln sich bald Doppelworte. Gruppen aus zwei oder mehr Komposita bilden dann ein Wort, wobei jedes Kompositum allein eine Bedeutung besitzt, die sich von der gemeinsamen Bedeutung mehr oder weniger stark unterscheidet.

Chinesisch – Verbindung von Komposita

Inhaltliche Verbindungen von Komposita sind sehr populär, um Namen anzugeben. In der westlichen Sprache findet man diesbezüglich sehr leicht Äquivalente, so wird zum Beispiel das Wort Schule oder Universität angehängt, um hervorzuheben, um welche Bildungsanstalt es sich handelt. Chinesisch baut Verbindungen dieser Art sehr ähnlich, die entsprechenden Zeichen werden vor oder nach dem Namen angegeben. Zeichenverbindungen dieser Art sind einfach zu verstehen und auch einfach zu übersetzen. Wesentlich schwieriger verhält es sich mit den Ausdrücken der einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen. Ihre Komposita sind oft sehr komplex und die einzelnen Teile aufgrund ihrer Anzahl sehr klein, zudem stellt es viele immer wieder vor große Herausforderungen, die Anzahl an Wortneuschöpfungen für abstrakte Begriffe zu überblicken. Dies ist für unsere Fachübersetzerinnen und Fachübersetzer kein Problem, sodass wir als Übersetzungsbüro ausschließlich hochwertige Chinesisch-Übersetzungen liefern.

Chinesisch – Langzeichen und Kurzzeichen

Die traditionellen Langzeichen sind das kulturelle Erbe der Chinesen. Kalligraphie hatte in der Geschichte Chinas immer einen besonderen Platz. Die Reihenfolge der Striche ist hier von großer Bedeutung und spiegelt wie die traditionellen Kampfkünste und Theater- oder Tanzbewegungen die chinesische Kultur wieder, welche auf der Grundidee des Gleichgewichts aller Kräfte beruht. Menschen, die heutzutage die rare Kunst der traditionellen Kalligraphie beherrschen, genießen bei ihren Mitmenschen in China großes Ansehen.

Chinesisch – Zeit verändert Sprachen

Der Einfluss der Zeit und die zunehmende Schnelllebigkeit führte nun bald zu der Überlegung, dieses sehr komplexe Zeichensystem zu verkürzen. In Japan wurde die übernommenen chinesischen Schriftzeichen verändert und unabhängig vom chinesischen Ursprung neue Komposita gebildet. In der Volksrepublik China wurde durch die Kulturreform schließlich die sogenannte Kurzschrift eingeführt. Diese löste per Gesetz die Langzeichen ab, die aus Sicht vieler damals zu traditionell belegt waren. Heute können nur noch wenige Chinesen in Festlandchina ihr verbliebenes kulturelles Erbe lesen. Viele historische Dokumente, die die Kulturrevolution überdauert haben, sind noch in der traditionellen Langschrift verfasst und man benötigt die Kenntnis von heute ungebräuchlichem Vokabular, um auf die ursprünglichen Zeichen rückschließen zu können.

Ob Lang- oder Kurzzeichen, wir finden immer die passenden Übersetzerinnen und Übersetzer für Sie.

Ihre Geschäftstätigkeiten in China – wir unterstützen Sie jederzeit

Die Volksrepublik China nimmt bei den Außenhandelsbeziehungen für Österreich einen sehr wichtigen Platz ein. Das gilt für den Export wie für den Import. China ist in Ostasien ein wichtiger Markt für österreichische Unternehmen. Österreich wiederum gilt auch bei chinesischen Firmen als lukrativer Absatzmarkt. Wirtschaftlich gesehen ist China heute die Handelsnation, an der so gut wie kein Weg vorbeiführt. Wenn Ihr Unternehmen ebenfalls unter denjenigen gehört, die Handelsbeziehungen zu chinesischen Unternehmen aufbauen oder vertiefen möchten, sollten Sie unbedingt ein professionelles Übersetzungsbüro heranziehen. Bei uns erhalten Sie in allen Fachbereichen hochwertige Übersetzungen für Hochchinesisch und alle chinesischen Dialekte.

Höflichkeit und Tradition machen die Geschäfte

In China wird der zwischenmenschliche Kontakt mit einem ganz anderen Schwerpunkt betrachtet als in europäischen Handelsbeziehungen. Bekanntschaften und Freundschaften verschwimmen, selbst flüchtige Bekannte werden gerne als gute Freunde vorgestellt. Dies kann bei geschäftlichen Kontakten zu Problemen führen. Geschäfte werden gerne beim Essen getätigt. Es gilt allerdings im Gegensatz zur Korea nicht als unhöflich, beim Essen zu verhandeln. Die Verhandlung sollte aber nicht Mittelpunkt der Unterhaltung sein. Es ist üblich das Essen sehr zu loben, den Koch für seine Kunst zu preisen und die Wahl des Restaurants zu bewundern, falls dieses vom Geschäftspartner ausgewählt wurde. Geschäftliche Themen werden nur kurz angeschnitten, so dass geschäftliche Gesprächsintervalle zwischen kurzweiligen Anekdoten entstehen. Es gilt als höflich, keine Fehler das Anderen anzusprechen, sondern diese zu umgehen und durch Gegenvorschläge zu einem späteren Zeitpunkt erneut in das Zentrum des Interesses zu ziehen. Auf diese Weise vermeiden Asiaten einen Gesichtsverlust. Dies kann zu Missverständnissen führen, wenn man zuvor keine Erfahrung mit dieser sehr besonderen Art der Verhandlung hat. Auch in diesen Momenten ist ein zuverlässiger Sprachdienstleister als guter Partner oftmals unerlässlich.